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Ingwer ist als wirksames Hausmittel in aller Munde. Häufig ist die frische Ingwer-Knolle gemeint, die für Tee, Smoothi oder Gerichte verwendet wird. Hier geht es jedoch um den getrockneten und gemahlenen Ingwer. In der Küche findet er eine ähnliche Verwendung wie der frische Ingwer.

Als Hauptwirkung unterstützt Ingwer-Pulver die Verdauung. Im „TCM-Slang“ eine „Erwärmung der Mitte“. Bei folgenden Indikationen kann das Pulver eingesetzt werden:


  • Völlegefühl und Blähungen nach dem Essen

  • Erreichen und Halten des Idealgewichts

  • Stärkung des Immunsystems

  • kalte Hände und Füsse

  • Aufkommende Kopfschmerzen/Migräne

  • Gelenkschmerzen und Schwellung in den Gelenken

  • Unwohlsein und Schmerzen vor und während der Menstruation

Eine gut gehäufte Messerspitze Pulver, als einmalige Einnahme in einem Glas trinkwarmen Wasser oder in einer Tasse Kräutertee, wird bei akuten Beschwerden angewendet wie zum Beispiel bei aufkommenden Kopfschmerzen.


Bei andauernden oder wiederkehrenden Beschwerden (Blähungen, Übergewicht, Gelenkschmerzen) wird das Pulver regelmässig in Form einer Kur eingenommen.

Hier lohnt es sich über längere Zeit (z.B. drei Monate) dran zu bleiben. Folgendes Vorgehen hat sich bewährt: über drei Wochen drei mal täglich eine Messerspitze Ingwer-Pulver vor oder nach dem Essen mit einem Glas Wasser einnehmen. Danach eine Woche pausieren, bevor die Kur über weitere zwei Zyklen von drei Wochen fortgeführt wird.

Die Pause hilft herauszufinden, ob schon eine Wirkung eingesetzt hat.


„Erwärmung der Mitte“

Wie schon erwähnt, spricht man in der chinesischen Medizin von einer warmen Mitte. Dies geschieht nicht nur durch die Aufnahme warmer, gekochter Nahrung, sondern auch über die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die eine wärmende Wirkung haben.

Neben getrocknetem Ingwer, gibt es viele weitere wärmende Substanzen. Geläufig sind uns vor allem Gewürze, die wir traditionell in Wintergerichten verwenden: Zimt, Nelken (vgl. Glühwein), Rosmarin, Anis, Fenchelsamen, Kümmel und Kardamom.

In der östlichen Ernährungslehre findet man sehr viel Wissen um die Wirkung von Nahrungsmitteln und Gewürzen und deren Einsatz. Es bereitet mir immer wieder ein besonderes Vergnügen, wenn ich das eine oder andere aus der Chinesischen Diätetik auch bei unseren Gerichten oder Anwendungen wieder entdecke.

 
 
 
  • Autorenbild: Adrian
    Adrian
  • 16. Dez. 2019
  • 1 Min. Lesezeit

Ein Tempelritter lehrt seinen jungen Begleiter am nächtlichen Lagerfeuer.

Wolfsgeheul erschreckt den Jungen.

Der Templer erklärt: »Das sind nur Wölfe. Mach dir um die da draussen keine Gedanken, solange du dich um die in dir drinnen kümmerst.«

»Was soll das bedeuten?«, fragt der Junge.

Der Templer antwortet: »In jedem von uns gibt es zwei Wölfe, einen weissen und einen schwarzen. Der weisse lebt von Liebe und Vertrauen, der schwarze Wolf von Furcht und Hass. Du musst wissen welchen du fütterst und wann!«


Ich mag diese kurze Geschichte sehr. Die Erzählung ist im Internet als Indianerweisheit zu finden. Im Video zur Abwechslung mal etwas mittelalterlich...



 
 
 
  • Autorenbild: Adrian
    Adrian
  • 24. Sept. 2019
  • 1 Min. Lesezeit

Wenn man doch einfach den Schalter drücken könnte und ...

Bald ist wieder Ferienzeit. Für viele ist das die rettende Insel, die unter entsprechender Anstrengung endlich in Sichtweite rückt. Aber eigentlich wissen wir alle, dass es viel cleverer ist, jeden Tag für ein paar Minuten auf unserer „Insel“ sich entspannen und aufzutanken. Einfach kurz auf den Schalter drücken und zuverlässig in den Erholungsmodus wechseln, wäre die Lösung.

Wir tun uns offenbar schwer mit dem bewussten Wechsel zwischen „on“ und „off“. Es scheint so, als wenn der Schalter auf einer Zwischenposition hängen bleibt. Was das bedeutet, haben Psychologen der Harvard University mit einer App Namens Track-Your-Happiness untersucht: “Die Auswertung der Antworten von 2250 Erwachsenen ergab, dass sich erstaunliche 47 Prozent bei dem, was sie gerade tun, ablenken lassen - mit einer einzigen Ausnahme: Beim Sex beträgt die Ablenkungsrate lediglich 10 Prozent“.

Die Folgen der Ablenkung wird mittels eines Glückskoeffizienten beschrieben, der umso tiefer ausfiel, je grösser die Ablenkung war. Das weist darauf hin, dass Zerstreuung eine ernstzunehmende Ursache für Unzufriedenheit oder Unglücklichsein darstellt.

Eine gute Möglichkeit um dem entgegen zu wirken, bietet die Selbsthypnose. Das Lernen dieser Technik ermöglicht einen bewussten Wechsel in einen tief entspannten Zustand und wieder zurück. Sie drücken den Schalter und gehen, je nach zur Verfügung stehender Zeit, in die „Ferien“. Dies bedeutet nun aber nicht, dass sie deswegen gleich ihre Urlaubspläne über den Haufen werfen müssen!


Quelle:

Kingsland James: Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren, Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert, Beltz, 2017, S.33

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