Ingwer-Pulver für eine gute Verdauung
- Adrian
- 23. März 2020
- 2 Min. Lesezeit
Ingwer ist als wirksames Hausmittel in aller Munde. Häufig ist die frische Ingwer-Knolle gemeint, die für Tee, Smoothi oder Gerichte verwendet wird. Hier geht es jedoch um den getrockneten und gemahlenen Ingwer. In der Küche findet er eine ähnliche Verwendung wie der frische Ingwer.

Als Hauptwirkung unterstützt Ingwer-Pulver die Verdauung. Im „TCM-Slang“ eine „Erwärmung der Mitte“. Bei folgenden Indikationen kann das Pulver eingesetzt werden:
Völlegefühl und Blähungen nach dem Essen
Erreichen und Halten des Idealgewichts
Stärkung des Immunsystems
kalte Hände und Füsse
Aufkommende Kopfschmerzen/Migräne
Gelenkschmerzen und Schwellung in den Gelenken
Unwohlsein und Schmerzen vor und während der Menstruation
Eine gut gehäufte Messerspitze Pulver, als einmalige Einnahme in einem Glas trinkwarmen Wasser oder in einer Tasse Kräutertee, wird bei akuten Beschwerden angewendet wie zum Beispiel bei aufkommenden Kopfschmerzen.
Bei andauernden oder wiederkehrenden Beschwerden (Blähungen, Übergewicht, Gelenkschmerzen) wird das Pulver regelmässig in Form einer Kur eingenommen.
Hier lohnt es sich über längere Zeit (z.B. drei Monate) dran zu bleiben. Folgendes Vorgehen hat sich bewährt: über drei Wochen drei mal täglich eine Messerspitze Ingwer-Pulver vor oder nach dem Essen mit einem Glas Wasser einnehmen. Danach eine Woche pausieren, bevor die Kur über weitere zwei Zyklen von drei Wochen fortgeführt wird.
Die Pause hilft herauszufinden, ob schon eine Wirkung eingesetzt hat.
„Erwärmung der Mitte“
Wie schon erwähnt, spricht man in der chinesischen Medizin von einer warmen Mitte. Dies geschieht nicht nur durch die Aufnahme warmer, gekochter Nahrung, sondern auch über die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die eine wärmende Wirkung haben.
Neben getrocknetem Ingwer, gibt es viele weitere wärmende Substanzen. Geläufig sind uns vor allem Gewürze, die wir traditionell in Wintergerichten verwenden: Zimt, Nelken (vgl. Glühwein), Rosmarin, Anis, Fenchelsamen, Kümmel und Kardamom.
In der östlichen Ernährungslehre findet man sehr viel Wissen um die Wirkung von Nahrungsmitteln und Gewürzen und deren Einsatz. Es bereitet mir immer wieder ein besonderes Vergnügen, wenn ich das eine oder andere aus der Chinesischen Diätetik auch bei unseren Gerichten oder Anwendungen wieder entdecke.
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