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Sind sie "on" oder "off"?

Autorenbild: AdrianAdrian

Wenn man doch einfach den Schalter drücken könnte und ...

Bald ist wieder Ferienzeit. Für viele ist das die rettende Insel, die unter entsprechender Anstrengung endlich in Sichtweite rückt. Aber eigentlich wissen wir alle, dass es viel cleverer ist, jeden Tag für ein paar Minuten auf unserer „Insel“ sich entspannen und aufzutanken. Einfach kurz auf den Schalter drücken und zuverlässig in den Erholungsmodus wechseln, wäre die Lösung.

Wir tun uns offenbar schwer mit dem bewussten Wechsel zwischen „on“ und „off“. Es scheint so, als wenn der Schalter auf einer Zwischenposition hängen bleibt. Was das bedeutet, haben Psychologen der Harvard University mit einer App Namens Track-Your-Happiness untersucht: “Die Auswertung der Antworten von 2250 Erwachsenen ergab, dass sich erstaunliche 47 Prozent bei dem, was sie gerade tun, ablenken lassen - mit einer einzigen Ausnahme: Beim Sex beträgt die Ablenkungsrate lediglich 10 Prozent“.

Die Folgen der Ablenkung wird mittels eines Glückskoeffizienten beschrieben, der umso tiefer ausfiel, je grösser die Ablenkung war. Das weist darauf hin, dass Zerstreuung eine ernstzunehmende Ursache für Unzufriedenheit oder Unglücklichsein darstellt.

Eine gute Möglichkeit um dem entgegen zu wirken, bietet die Selbsthypnose. Das Lernen dieser Technik ermöglicht einen bewussten Wechsel in einen tief entspannten Zustand und wieder zurück. Sie drücken den Schalter und gehen, je nach zur Verfügung stehender Zeit, in die „Ferien“. Dies bedeutet nun aber nicht, dass sie deswegen gleich ihre Urlaubspläne über den Haufen werfen müssen!


Quelle:

Kingsland James: Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren, Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert, Beltz, 2017, S.33

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